Licht II

Freundschaft mit Licht

24.05.2016 - Für die richtige Einschätzung von Licht können Sie sich an fünf Merkmalen orientieren:

  • Richtung

  • Ausmaß

  • Farbe

  • Kontrast

  • Härte

Richtig einschätzen bedeutet für Sie, nicht nur das Licht zu sehen, sondern auch darüber nachzudenken, warum das Licht in der gegebenen Situation so ist, wie es ist.

1. Richtung

Stellen Sie fest, ob das Licht von vorne, hinten oder der Seite einfällt. Warum? Weil die Richtung des Lichts die Schattenwirkung beeinflusst. Und Schatten verleihen jedem Motiv Struktur, Plastizität und Gestalt.

Weil Bildschirme und Papiere flach sind, wird dem menschlichen Auge durch Schatten im Motiv Tiefe, also drei Dimensionen, "vorgegaukelt".

Beobachten Sie den Mond! Bei Vollmond erscheint uns der Mond als eine flache Scheibe. Erst wenn der sichelartige Schatten bei abnehmendem oder zunehmendem Mond sichtbar ist, erscheint er uns als Kugel.

2. Ausmaß

Damit ist gemeint, wie hell die für das Bild vorhandenen Lichtquellen sind. Diese beeinflussen die zahlreichen Kombinationen von Verschlusszeit, Blende und ISO-Wert (Belichtungseinstellungen). Mehrere Lichtquellen geben Ihnen die Möglichkeit, ein Motiv mit unterschiedlichen hellen und dunklen Bereichen zu "formen". Helle und dunkle Bildbereiche sorgen für den notwendigen Kontrast auf Ihrem Motiv. Stärkere, dunkle Bereiche (dunklere Schatten) führen zu mehr Kontrast.

3. Farbe

Licht hat unterschiedliche Farben. Haben Sie einmal in der Weihnachtszeit diverse Außenbeleuchtungen der Tannenbäume in den Vorgärten Ihrer Nachbarn beobachtet? Es gibt kaltes Licht (das sieht so bläulich aus) und warmes Licht (das sieht so leicht gelblich aus) und natürlich das amerikanische (rot, grün, gelb, etc. :-)) Licht. Das sind zwar künstliche Lichtquellen, doch die Bedeutung ist die gleiche wie bei natürlichen Lichtquellen. Kaltes Licht kann einerseits beruhigend, aber auch kühl und bedrückend wirken. Warmes Licht wird eher als behaglich empfunden.

Unterschiedliche Lichtquellen haben unterschiedliche Farbtemperaturen. Diese werden in Kelvin (K) gemessen. Das Tageslicht zur Mittagszeit hat etwa 5.500 K. Ähnlich ein Aufsteck- oder Studioblitz oder Dauerlicht. Das Tageslicht vor der Mittagszeit wird zum Sonnenaufgang gemessen wärmer und zum Sonnenuntergang gemessen kälter.

4. Kontrast

Übergänge von Licht zu Schatten beschreibt man als Kontrast. Diese Übergänge können weich oder hart sein. Als Lichter werden die hellen Bereiche im Bild, als Tiefen die dunklen Bereiche und alles was dazwischen liegt, als Mitteltöne bezeichnet.

5. Härte

Von harten Schatten spricht man, wenn der Schatten-Rand scharf umrissen ist. Von weichen Schatten spricht man, wenn der Schatten-Rand unscharf ist, sozusagen einen Verlauf hat.

Hinweise

  • Dieser Blogbeitrag erhebt keinen Anspruch auf umfassende themenbezogene Vollständigkeit. Er ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, sich tiefer in die Materie einzuarbeiten.

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