Headshots

Ursprung in der Filmindustrie

07.01.2017 - Headshots haben ihren Ursprung in der Filmindustrie in Amerika. Schauspieler und Models verwenden Headshots, um sich für Castings zu bewerben. Wieder einmal ist uns Amerika voraus: Headshots finden immer häufiger Verwendung in der Geschäftswelt.

Headshots sind keine Passbilder

Passbilder der neuen Generation, sogenannte biometrische Bilder, sollen einen neutralen Gesichtsausdruck haben und nahezu ausdruckslos sein. Sie sollen der Identifikation dienen und die automatisierte Gesichtserkennung erleichtern.

Ein Headshot ist gerade das Gegenteil. Es soll die individuelle Persönlichkeit der fotografierten Person wiedergeben. Jeder Mensch ist etwas Besonderes. Jeder Mensch hat einen bestimmten, zu seiner Persönlichkeit passenden Gesichtsausdruck, eine eigene Körpersprache oder eine Pose, die uns ausmacht. Das Foto soll nicht gekünstelt sein. Es soll den Betrachter fesseln und authentisch sein.

Bei Headshots treten Dinge wie Kleidung und Haarschnitt in den Hintergrund. Sie werden lediglich subtil angedeutet. Das Gesicht dominiert den Bildausschnitt. Die Ausstrahlung der fotografierten Person dominiert und soll beim Bildbetrachter einen sympathischen und selbstbewussten Eindruck hinterlassen. Welche Tätigkeit man ausübt oder für welchen Job man sich bewirbt spielt in der Headshot-Fotografie keine Rolle. Es geht um die Persönlichkeit des Menschen der fotografiert werden will. Es geht um ihn und nichts anderes.

Darum sind Headshots so wichtig

Nach aktuellen Umfragen verwendet fast die Hälfte aller Personalverantwortlichen das Internet zur gezielten Suche nach Personal. Suchmaschinen wie Google, Bing, Facebook oder auch Xing werden durchforstet.

Ein Drittel aller befragten Personalverantwortlichen gab dabei an, in erster Linie einen Eindruck über die Persönlichkeit des Bewerbers zu erhalten. Es geht ihnen also weniger um berufliche Aspekte auf der digitalen Suche nach geeignetem Personal. Folglich kann die persönliche Identität auf den digitalen Suchmaschinen zum „Joböffner“ oder „Jobkiller“ werden.

Auf ihrer digitalen Suche nach geeignetem Personal oder Bewerbern blicken die Personalverantwortlichen insbesondere auf Kommentare und Postings,, Hobbies, Interessen und eben das persönliche Foto.

Kann der erste Eindruck zu einem Bewerber nicht überzeugen, wird der Rest nicht mehr angeschaut.

Glaubwürdigkeit

Gerade ein Foto, das unsere Persönlichkeit zeigt und unserer virtuellen Identität ein Gesicht verleiht , verschafft von uns erstelltem Inhalt, von uns abgegebenen Kommentaren und Aussagen mehr Glaubwürdigkeit.

Viele Dienstleistungsunternehmen und gerade zum Beispiel Banken sind im Internet präsent. Dort finden sie direkte Ansprechpartner mit ihren Sachgebieten. Allerdings sehen sie sehr oft kein Foto ihres Ansprechpartners oder das Foto ist nicht mehr aktuell oder schlecht fotografiert oder ein Passbild aus längst vergangenen Zeiten.
Nun stellen Sie sich vor, Sie möchten von einem Ansprechpartner eine Auskunft oder Rat erhalten und Sie sehen eine gesichtslose oder maskierte Person. Werden Sie dieser Auskunft oder dieser Person trauen?

Das Profilfotos ist wie ihre ganz persönliche Visitenkarte. Und genau hier kommen die Headshots ins Spiel. Ihr Profilfotos kann sich positiv – aber auch negativ auswirken. Das gilt schon lange nicht mehr nur für Privatpersonen. Der Trend mit den Headshots aus Amerika schwappt langsam aber sicher auf Europa über. Egal ob im Privatleben oder in der Geschäftswelt: wir wollen wissen, mit wem wir es zu tun haben. Sie kennen die Aussage, dass ein Bild mehr sagt, als tausend Worte? Wussten Sie, dass in der digitalen Welt die „Über mich / Über uns“ – Seiten zu den am häufigsten aufgerufenen Webseiten gehören?

Natürlich wird niemand eine Stelle nur aufgrund eines tollen Fotos erhalten. Sind Sie aber mit anderen Mitbewerbern gleich gut qualifiziert, kann Ihr erstklassiges Headshot aus der Masse hervorstechen und das Entscheidungskriterium zugunsten Ihrer Bewerbung sein.

Beispiele

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