Anreise

Abflug mit Verspätung

04.07.2016 - Wir waren zwar überpünktlich in Stuttgart angekommen - dennoch ist unser Flieger mit einer Verspätung von etwa 15 Minuten in die Lüfte gestartet. Mag sein, dass das an den zwei verrückten Hühnern gelegen ist, die überall Selfies von sich gemacht hatten. Im Bus vom boarding zum Flieger. Dann vor der Turbine des Fliegers. Auf der Gangway zum Hintereingang des Fliegers. In der Bordküche des Fliegers. Im Mittelgang der Sitzreihen. Die beiden Damen mit den dunklen Haaren haben ein Rad ab. Ich war froh und beruhigt, dass das ältere Paar aus dem Saarland in der Reihe vor uns meine Meinung teilte.

Wo bitte ist die Rolltreppe?

Kaum hatten wir dem Piloten ob seiner gekonnten Landung mit heftigem Wind Anerkennung gezollt (da klatscht man immer), konnten wir es kaum erwarten aus dem Flieger zu kommen und unsere alten Gelenke zu strecken. Doch weit gefehlt. Nix ging. - Außer die Koffer. Die gingen von Bord. Von meinem Fensterplatz aus konnte ich verfolgen, wie zärtlich brutal mit unseren Koffern umgegangen wurde. Wir urlaubsreifen Touris durften den Flieger aber noch nicht verlassen. Die Rolltreppe oder Gangway war noch nicht da. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit als ein Steward meinte_ "Wer will, darf das Flugzeug jetzt verlassen."

Ich sah dem jungen Mann vom Bordpersonal intensiv in die Augen und witzelte: "Warum mussten wir auf die Rolltreppe warten? - Mit der Rutsche wäre ich auch von Bord gegangen!"

Dem leicht verstörten Blick des schwäbischen Arbeitnehmers entnahm ich, dass er meine Witzelei irgendwie nicht verstanden hatte. Ich war drauf und dran, vor ihm salutierend das Badnerlied anzustimmen. Doch der gezielte, wenn auch kurz geführte Ellenbogenstoß meiner Frau nahm mir die Luft zum Singen.

Völkerverständigung am Gepäckband

Unsere Koffer mussten längst auf dem Band 38 im Flughafen die Runden drehen. Schließlich durften Sie den Flieger vor uns verlassen (Sie wissen, wir durften die Rutsche nicht benutzen). Sinnigerweiße kam mit unserem Flieger eine Maschine aus Frankfurt an. Deren Koffer wurden ebenfalls auf Band 38 entladen. Jeder am Gepäckband fragte sich nun, kommen erst die Koffer der Frankfurter und dann die der Stuttgarter oder werden die Koffer durcheinander auf das Band gelegt? Die leicht genervten Urlauber fragten sich - sobald jemand einen Koffer ergattert hatte, ob er aus Frankfurt oder Stuttgart sei. In der Hoffnung, dass sein Gepäck nun endlich folgen müsste.

Oder der Frankfurter zu seinem Nebenmann: "An Ihrer Aussprache höre ich, dass Sie nicht aus Frankfurt kommen." In einem Ur:schwäbisch: "<Um Gottes willen - ich bin Stuttgarter und komme aus Baden!"

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